Druck

In der neuen Ausgabe der journalistin wurde ein Zitat von mir abgedruckt und mein erster Impuls ist es, ihn zu teilen. Vielleicht, um mir selbst zu beweisen, dass ich nicht in einem isolierten Raum arbeite, so wie es sich im Homeoffice-Alltag anfühlt, sondern dass ich immer noch Teil einer Gemeinschaft bin.

Aufgeschlagene Seite der Zeitschrift journalistin mit meinem Zitat

Klar ist aber auch: Ich gebe damit an. Ich stelle einen Erfolgsmoment ins Schaufenster und trage zu einer selektiven Wahrnehmung bei, die womöglich Verunsicherung bei anderen Leuten schürt. Das Redaktionsvolontariat verschafft mir Zugänge, die anderen Leuten vorenthalten bleiben. Dass der Weg dorthin mich fast zerrieben hätte, rückt allmählich in den Hintergrund. Ich bin jetzt halt der Volo, der Intendant kennt mich beim Namen und ein Fachmedium druckt meine Fratze ab.

Es ist eine Rolle. Nicht alles daran ist knorke, nicht alles daran fühlt sich wahrhaftig an. Umso mehr versuche ich das umzusetzen, was ich in der journalistin beschreibe. Wenigstens gelingt es mir immer besser. Das habe ich einigen großartigen Kolleg:innen zu verdanken. Kolleg:innen, die mir vertrauen, mich begleiten und in vielerlei Hinsicht aufbauen.

Dass ich heute so über meine Arbeit sprechen kann, liegt also an ihnen. Das ist der Erfolg, den ich gerne teilen möchte.

Titelseite der Zeitschrift journalistin